Angoulême 2027: Festival mit bezahlten Signierstunden

Angoulême 2027: Festival mit bezahlten Signierstunden

Nach der Absage der Ausgabe 2026 kehrt das Festival von Angoulême vom 28. bis 31. Januar 2027 als Angoulême Bande Dessinée zurück. Céline Bagot und Marie Parisot leiten es gemeinsam und kündigen Veränderungen an, darunter bezahlte Signierstunden und dotierte Preise.

Die Firma M, der das Festival für 2027 bis 2031 übertragen wurde, will Autoren für Beiträge zum offiziellen Programm bezahlen, etwa für Ausstellungen, Workshops und Masterclasses. Die Beträge sollen mit den Gewerkschaften abgestimmt und jedes Jahr überprüft werden. Eine Verhaltenscharta soll festhalten, dass Signieren keine Pflicht ist und bezahlt werden muss. Als Richtwert empfiehlt die Charte des auteurs et illustrateurs jeunesse für 2027 261,69 Euro brutto je Signiertag, 157,87 Euro je halben Tag und 523,38 Euro für einen Tag mit Begegnungen.

Sieben Autorenorganisationen begrüßen, dass die neue Leitung zuhört, halten aber an ihren Vorbehalten fest und rufen die Autoren auf, Schwierigkeiten im Jahr 2027 zu melden. Die Preise werden in sieben Kategorien vergeben, darunter abgeschlossene Geschichten, Serien, das künstlerische Erbe, Neuentdeckungen und drei Kategorien für junge Leser. Jeder Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Das Programm umfasst rund 200 Begegnungen, Workshops, Auftritte und Masterclasses; die ersten Ausstellungen widmen sich unter anderem Anouk Ricard, Ugo Bienvenu und Florence Dupré la Tour. Die Stände der Verlage für Manga, Comics, unabhängige und frankobelgische BD werden auf dem Plateau in der Oberstadt zusammengelegt. Generative KI wird aus den ausgewählten Werken und den eigenen Produktionen des Festivals ausgeschlossen. M plant außerdem ein Büro in Tokio, um die Beziehungen zum japanischen Verlagswesen auszubauen. Am 27. Januar gibt es einen Tag nur für Fachbesucher.

Quelle: ActuaLitté, 05.11.2026